Das sind wir...

Mario Werthmann 

Mario ist der Betriebsinhaber und Ideengeber von unserem "Rettersbacher Weidefleisch". Neben seinem Beruf als Metallbaumeister führt er, mit tatkräftiger Unterstützung seines Vaters Gerhard, seit 2016 unser landwirtschaftliches Unternehmen. Marios berufliche Fähigkeiten als "Schlosser" verhelfen uns zu zahlreichen maßgeschneiderten Lösungen, die uns die Arbeit erleichtern und die Haltungsbedingungen zum Wohle unserer Tiere verbessern. So hat er unter anderem einen speziell auf unsere Bedürfnisse entwickelten Viehfang- und -treibwagen konstruiert und gebaut, der uns schon seit vielen Jahren gute Dienste leistet. 

 

 

Gerhard Werthmann 

Gerhard ist gelernter Landwirt. Er führte den Betrieb, den er ebenfalls von seinem Vater übernommen hatte, bis ins Jahr 2016. Mit viel Herzblut hat er über Jahrzehnte unsere Mutterkuhherde aufgebaut und blickt mittlerweile auf eine mehr als  25-jährige Erfahrung in der ganzjährigen Freilandhaltung mit dem Frankenvieh zurück. Sein Wissen, seine Erfahrung und seine Tatkraft bilden eine wichtige Stütze unseres Unternehmens. Neben der Landwirtschaft schlägt sein Herz für die Musik. Vielen ist er mit seinem Schifferklavier als "Quetschemännle"  bekannt. 

 

 


Wie alles begann...                                                                                          Die Geschichte unseres Betriebes

Seit Generationen führt unsere Familie einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Tierhaltung und Bewirtschaftung der Flächen rund um den idyllisch gelegenen Weiler Rettersbach, zwischen Lohr und Karlstadt, am Rande des Spessarts.

 

Gerhard Werthmann war bereits als Kind fest mit dem elterlichen Betrieb, den Tieren, der Hof- und Feldarbeit verbunden.

Wie damals üblich, lebten auf dem Hof  mehrere Generationen "Werthmänner" mit Rindern (Frankenvieh zur Milch- und Fleischproduktion und im Ackerbau als Zugtiere), Schweinen, Hühnern, Katzen und dem Hofhund.

 

Familie Werthmann beim Heuabladen, ca 1955
Familie Werthmann beim Heuabladen, ca 1955

 

Nach der Ausbildung zum Landwirt stieg er in die elterliche Landwirtschaft ein  und begann bereits um 1970 damit eine Herde Färsen  im Sommer auf der Weide zu halten. Nach den positiven Erfahrungen im Sommer wuchs die Idee neben der Milchkuhhaltung und der Bullenmast im Stall die Mutterkuhhaltung auf der Weide zu etablieren.

 

Aus der Anfangszeit: Sommerweide und Landschaftspflege im Buchental um 1975
Aus der Anfangszeit: Sommerweide und Landschaftspflege im Buchental um 1975

 Mit drei Tieren wagte unser Idealist die Ausweitung der Weidezeit auch über die Wintermonate. Mit Weiden am Waldrand und schützendem Unterstand gelang schließlich auch die Erste Kalbesaison draußen in der Natur. Mit Freude konnte Gerhard die Ausgeglichenheit und Vitalität seiner Herde beobachten und entschied sich dazu, die Herde wachsen zu lassen. Von der Idee begeistert seine Rinder so wesensgerecht wie möglich zu halten und ihnen das Grasen im natürlichen Herdenverband zu ermöglichen spezialisierte er sich im Laufe der Jahre immer mehr auf diese Art der Tierhaltung und gab dafür Bullenmast und Milchkuhhaltung auf. Als 2013 ein neuer Bulle für die Herde benötigt wurde, entschieden wir uns aufgrund des Wesens, der guten Weideeignung und der besseren Kalbeeigenschaften dazu einen Limousinbullen in die Herde aufzunehmen. Diese Entscheidung erwies sich als richtig, die Geburten verlaufen seitdem unkomplizierter und weitestgehend ohne unser zutun. 

 

Die Herde beim Umtrieb- unterwegs zur neuen Weidefläche
Die Herde beim Umtrieb- unterwegs zur neuen Weidefläche

 

Mittlerweile kann unser Senior auf eine über 25-jährige Erfahrung in der ganzjährigen Freilandhaltung zurückblicken und wir profitieren von seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz. 

 

Aus Überzeugung begann Gerhard auch auf Spritzmittel und Dünger zu verzichten und den Betrieb nach ökologischen Grundsätzen zu führen. Im Jahre 2015 startete offiziell die zweijährige Umstellungsphase. 

Mitten in diesem Prozess konnte er im Jahre 2016 den Betrieb an seinen Sohn Mario übergeben.

 

2017 erfolgte die Zertifizierung als Biobetrieb durch unsere Kontrollstelle. Im selben Jahr entschieden wir gemeinsam neue Wege zu beschreiten. In uns reifte die Idee einen Teil der Absetzer zu behalten, in einer separaten Herde selbst heranzuziehen und im Weiteren selbst zu vermarkten.

 

Aktuell bewirtschaften wir 40 ha saftiges Grünland, sowie 15 ha Wald und betreuen insgesamt ca. 50 Rinder in zwei Herden

 ( 20 Mutterkühe samt Nachzucht und einem Deckbullen).

 

Seit Anfang 2018 sind wir auch Mitglied im Verein "Grünland Spessart- da ist draußen drin" mit dem Ziel der regionalen Direktvermarktung.